Susanne Rebscher und Annabelle von Sperber: Das große Wimmelbuch der Kunst

Lesepunkte: 4 Punkte
AutorIn: Susanne Rebscher und Annabelle von Sperber
Titel: Das große Wimmelbuch der Kunst
Verlag: Prestel, 2015 ISBN: 978-3-7913-7204-4
Seiten: 32 Preis: 19,99 Euro
Altersempfehlung: ab 8 Jahren

Rezensiert von: Johann Scherbanowitz, 6. Klasse [Bischöfliches Gymnasium Josephinum, Hildesheim; Betreut von: Dr. Sabine Schreiner]

"Das große Wimmelbuch der Kunst " von Susanne Rebscher und Annabelle von Sperber ist  im Prestel Verlag erschienen. In dem Buch geht es um die Entstehung der Kunst von der Steinzeit bis zur Moderne, von der Höhlenmalerei bis zu Graffiti.

Das Buch gliedert sich in zwei Teile, einen Bildteil und einen Textteil. Im Bildteil finden sich  viele Abbildungen zu den jeweiligen Kunstepochen. Jeder Epoche sind zwei großformatige Seiten gewidmet. Zahlreiche Illustrationen zeigen, wie Kunst entsteht und sich entwickelt.Auch, welche Farben in den Epochen oft verwendet wurden. Eine Art "Motto" oder "Aufgabe" bildet auf jeder Doppelseite die Überschrift. So zum Beispiel: "Findest du alle Maler im Blumenmeer ?" Dieses trägt dazu bei, die Bilder genauer zu betrachten. Eine Besonderheit ist, dass auf jeder Doppelseite zwei kleine Affen versteckt sind. Das führt ebenso dazu, sich die Bilder intensiver anzusehen.

Der Leser/die Leserin beginnt im Bildteil seine Entdeckungsreise durch die Geschichte der Kunst in der Steinzeit, in einer Höhle mit Höhlenmalereien. Er setzt seine Reise im Ägypten des 14. Jahrhunderts vor Christus fort und landet in der Werkstatt des Bildhauers Thutmosis. Im Anschluss gelangt er nach Griechenland in das Jahr 438 vor Christus auf ein Fest für die große Göttin Athene. Anschließend reist der Leser/die Leserin in einen großen Palast im alten Rom. Von dort geht es in die Schreibwerkstatt eines mittelalterliches Klosters. Es folgt ein Besuch der Werkstatt Leonardo da Vincis in Florenz. In der Zeit des Barock begegnet der Leser/Leserin Rembrandt, Peter Paul Rubens und weiteren bekannten Künstlern. Das nächste Ziel der Reise ist eine Kunstausstellung der Royal Academy of Arts in London, dort findet er ebenfalls bekannte Bilder aus vergangener Zeit. Danach findet er sich im Paris des ausgehenden 19. Jahrhunderts bei einem Treffen von KünstlerInnen im Garten von Claude Monet wieder. Der nächste Halt ist im Dorf Murnau bei der Künstlergruppe „Der blaue Reiter“. Hier arbeiten Künstler wie Kandinsky, Münter und Franz Marc zusammen. Bevor der Leser/die Leserin die Moderne erreicht, betritt er auch noch die Kunstschule "Bauhaus" in Dessau.

Im Textteil werden dem Leser/der Leserin genauere Informationen zu jeder Doppelseite des Buches gegeben. So erfährt man, welche Künstler/welche Künstlerin und WissenschaftlerIn in der entsprechenden Epoche gelebt und gearbeitet haben, welche Kleidung zu der Zeit modern war und welche Farben verwendet wurden. Außerdem werden Teilbereiche der Illustrationen genauer erklärt.

Am Schluss der Beschreibung erhält der Leser/die Leserin Fragen oder Aufgaben, um noch einmal die Illustrationen genau zu erforschen.

Das Buch und die Illustrationen sind sehr anschaulich und detailliert gestaltet. Es macht einen riesigen Spaß, sich auf eine Entdeckungsreise durch die Kunstgeschichte zu begeben.  Bei jedem Anschauen entdeckt man immer etwas Neues. Auch das Suchen der zwei kleinen Affen trägt dazu bei. Nicht so gut gelungen finde ich die zu kleine Schrift im Textteil. Ein bisschen umständlich ist auch, dass man von dem Textteil zum Bildteil immer hin und her blättern muss. Das Format des Buches ist ungewöhnlich groß. Es passt leider in kein normales Bücherregal.

Ich würde das Buch weiterempfehlen, da es den Autorinnen gelungen ist, ein für jüngere LeserInnen auf den ersten Blick nicht so spannendes Thema, sehr interessant und verständlich darzustellen. Es ist für Kinder und Erwachsene jeden Alters geeignet, die sich mit dem Thema Kunst befassen möchten. Am meisten Spaß macht es, das Buch zusammen mit einem Erwachsenen zu entdecken und dabei die verschiedenen Kunstepochen kennenzulernen.

Deshalb gebe ich dem Buch 4 von 5 Lesepunkten.

Empfohlene Zitierweise

Johann Scherbanowitz, Rezension von: Susanne Rebscher und Annabelle von Sperber, In: LESEPUNKTE, URL: https://lesepunkte.de/rezensionen/susanne-rebscher-und-annabelle-von-sperber-das-grosse-wimmelbuch-der-kunst/
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