Silke Schellhammer: Bad Family Days: Mein Sommer im Chaos

Lesepunkte: 3 Punkte
Autor: Silke Schellhammer
Titel: Bad Family Days: Mein Sommer im Chaos
Verlag: bloomoon, 2016 ISBN: 978-3-8458-1312-7
Seiten: 224 Preis: 12,99 Euro
Altersempfehlung: ab 12 Jahren

Rezensiert von: Elisabeth Herzog, 7. Klasse [Gymnasium Bad Aibling; Betreut von: Lena Schmidt]

In dem Jugendroman “Bad Family Days “ von Silke Schellhammer geht es um das Mädchen Penelope, das sich in der Patchwork-Familie ihres Onkels zurechtfinden muss.

Das verwöhnte Einzelkind Penelope wird kurzerhand von ihren Eltern, zwei Archäologen, die in Jordanien arbeiten müssen, für zwei Jahre zu ihrem Onkel Joachim abgeschoben. An ihn kann sie sich kaum erinnern und seine neue Lebensgefährtin Natty und ein paar von den gemeinsamen Kindern kennt sie auch nur noch von früher. Am Anfang ist es für Penelope sehr schwer, sich alleine in der Familie zurechtzufinden. Nur Natty versteht die schwierige neue Situation von Penelope und hilft ihr, sich schnell einzugewöhnen. Besonders die Zwillinge Linus und Leia, die bald den Namen „zorniges hässliches Mädchen“ von Penelope bekommt, machen es ihr vom ersten Tag an nicht leicht. Penelope flüchtet mit ihren Gefühlen immer wieder zu ihren Freundinnen, die sie über das Internet erreichen kann. Dort lässt sie sich über das chaotische Familienleben aus und lästert besonders über Leia. Auch bei ihrem Chatkontakt Spike, den sie fälschlicherweise für Linus hält, findet sie immer wieder Trost. Als sie bemerkt, dass Leia den Chat mit ihren Freundinnen mitlesen kann, versteht sie plötzlich die Abweisung der beiden ihr gegenüber. Als es ihr nach langer Zeit gelingt, sich bei Leia zu entschuldigen, fühlt sie sich endlich in der Familie angenommen. Nun würde sie nur noch gerne wissen, wer sich hinter dem Chatpartner versteckt...

An dem Buch „Bad Family Days“ hat mir besonders gut gefallen, dass es im Gegensatz zu vielen anderen Jugendbüchern keine reine Liebesgeschichte ist. Obwohl der Kern der Geschichte gut beschrieben wird, ist die Handlung der Geschichte aber dennoch zu einseitig, da es nur um das Familienleben der Protagonistin geht. Meiner Meinung nach fehlen Personen wie Schulfreundinnen, LehrerInnen etc., die das Buch bestimmt noch interessanter machen würden.

Im Buch kommen auch viele Fremdwörter vor wie z.B. „extrahiertes“, „legendär“, „inzestuös“, mit denen Jugendliche heutzutage nicht unbedingt etwas anfangen können. Zudem versteht man den Chat zwischen „Spike“ und „Penelope“ zum Teil nicht.

Ich persönlich mag Bücher nicht, bei denen man von Anfang an weiß, wie das Buch enden wird. Hier war das nicht der Fall, aber man konnte als LeserIn gegen Ende des Buches erahnen, wer sich hinter Spike verbirgt. Das nimmt die Spannung der Handlung vorweg. Auch das offene Ende ist fragwürdig. Für den Leser/die Leserin ist nicht ganz klar, was der Satz "Wenn's passiert, passiert's“ in diesem Zusammenhang bedeuten soll.

Ich gebe dem Buch daher insgesamt drei Lesepunkte.

Empfohlene Zitierweise

Elisabeth Herzog, Rezension von: Silke Schellhammer: Bad Family Days: Mein Sommer im Chaos, In: LESEPUNKTE, URL: https://lesepunkte.de/rezensionen/silke-schellhammer-bad-family-days-mein-sommer-im-chaos/
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