Kiera Cass: Siren

Lesepunkte: 5 Punkte
Autor: Kiera Cass
Titel: Siren
Verlag: Fischer, 2016 ISBN: 978-3-7335-0291-1
Seiten: 361 Preis: 12,99 Euro
Altersempfehlung: ab 14 Jahren

Rezensiert von: Natalja Rogov, 11. Klasse [Margarete-Steiff-Gymnasium Giengen; Betreut von: Jakob Jung]

In dem Roman „Siren“ von Kiera Cass, der im November 2016 im FISCHER Verlag erschienen ist, geht es um die 19- Jährige Kahlen, die eine Reise mit ihrer Familie unternimmt. Dabei hört sie ein Lied, das sie und alle auf dem Schiff in das Meer zieht. Erst im Wasser, als sie merkt, dass ihr Tod naht, kämpft sie ums Überleben. Sie wird von drei Sirenen angesprochen, die Kahlen vor die Wahl stellen: Entweder sie dient dem Meer 100 Jahre als Sirene, oder sie stirbt zusammen mit ihrer Familie.

Kahlen entscheidet sich für das Leben, leidet aber sehr unter ihrer Entscheidung. 80 Jahre später begegnet sie auch noch dem Studenten Akinli, zu dem sie sich sofort hingezogen fühlt. Doch in der Anwesenheit von Menschen muss Kahlen vorsichtig sein, denn ein Wort von ihr könnte allen Menschen in ihrem Umkreis den Tod bringen.

Das Cover des Buches finde ich gelungen. Es ist sehr passend, dass das Meer, welches eine wichtige Rolle spielt, darauf zu sehen ist. Dadurch, dass die Frau dem Meer zugewandt ist, wird auch die Beziehung zwischen Kahlen und der See deutlich.

Im Buch werden unterschiedliche Schriftarten verwendet. Zu Beginn ist es schwierig zu verstehen, was es damit auf sich hat, doch das wird im weiteren Verlauf deutlich. Trotzdem ist der Roman leicht zu lesen, sodass man mit der Protagonistin sehr mitfühlt und sie versteht.

Ich finde es jedoch schade, dass in dem Roman so wenig über Akinli erzählt wird und es nur wenige Stellen gibt, in denen Kahlen ihm begegnet. Dadurch kann ich ihre zu schnell entstandene Liebe zu dem Studenten nicht verstehen.

Ein positiver Punkt ist, dass man viel von Kahlens Umgebung mitbekommt und auch ihre Sirenenschwestern kennenlernt. Außerdem werden die Fragen beantwortet, die man sich am Anfang stellt, besonders was nach den 100 Jahren mit den Sirenen passiert. Die Spannung wird durch das ganze Buch gehalten und das Ende kommt sehr unerwartet und überraschend.

Ich gebe dem Buch 5 Lesepunkte, weil es mich sehr gefesselt hat, sodass ich das Buch nicht gerne weggelegt habe. Kahlens Leid fand ich sehr nachvollziehbar und ihre Persönlichkeit machte sie und ihre Handlungen unberechenbar, genauso wie die Entscheidungen, die das Meer traf, da es in dem Roman als Mutter der Sirenen personifiziert wurde.

Der Roman ist auf jeden Fall durch das sprechende Meer und seine Regeln außergewöhnlich, und mit der Liebe zwischen Akinli und Kahlen wird die Spannung gehalten, deshalb kann ich Siren nur weiterempfehlen.

Empfohlene Zitierweise

Natalja Rogov, Rezension von: Kiera Cass: Siren, In: LESEPUNKTE, URL: https://lesepunkte.de/rezensionen/kiera-cass-siren/
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