Caleb Roehrig: Niemand wird sie finden

Lesepunkte: 4 Punkte
Autor: Caleb Roehrig
Titel: Niemand wird sie finden
Verlag: cbj 2017 ISBN: 978-3-570-17334-3
Seiten: 416 Preis: 14,99 Euro
Altersempfehlung: ab 14 Jahren

Rezensiert von: Finja Behrens, 9. Klasse [Bischöfliches Gymnasium Josephinum; Betreut von: Frau Dr. Schreiner]

In dem Roman „Niemand wird sie finden“ von Caleb Roehrig ist January, die 16-Jährige Freundin von Flynn, spurlos verschwunden. Als die Polizei vor Flynns Haus steht, ist scheinbar klar, dass January nicht weggelaufen ist. Flynn wird verdächtigt, etwas mit ihrem Verschwinden zu tun zu haben, und es erscheint ihm, als ob ihm niemand seine Aussagen glaubt. Deswegen versucht er, selbst herauszufinden, was mit January passiert ist. Doch als er Mitschüler und Freunde befragt, stellen deren Aussagen seine Freundin in ein völlig fremdes Licht. Dazu kommt, dass er selbst ein Geheimnis hat, das ihn stark belastet...

Nachdem ich dieses Buch das erste Mal gesehen habe, war klar, dass ich es unbedingt lesen muss, der Titel und der Klappentext der Geschichte haben mich von Anfang an gefesselt. Als ich mit dem Lesen des Romans begonnen habe, muss ich zugeben, dass er mich zunächst nicht so ganz überzeugt hat. Ich hatte am Anfang Schwierigkeiten, mich in die Geschichte hinein zu versetzen, da die Geschehnisse nur schrittweise vorangingen. Nach einer Weile wurde ich dann doch sehr positiv überrascht und bin froh, das Buch zu Ende gelesen zu haben. Die Geschichte wurde mit jedem Kapitel interessanter und ich konnte richtig in das Geschehen eintauchen. Ich fieberte mit, wenn irgendetwas Spannendes passierte. Schritt für Schritt eröffnet sich dem Leser das Umfeld von January. Zum Schluss bricht Flynn zum Beispiel in eine Wohnung ein, um January zu finden. Nähere Infos dazu möchte ich aber nicht verraten...

Den Charakter der Hauptfigur Flynn gefällt mir von allen am besten und er ist mir von Anfang an sympathisch, denn er hat nicht – wie die Polizei – lange gezögert, sondern hat die Situation von January nachempfunden und trotzdem überlegt gehandelt. Außerdem gelingt es dem Autor gut, nicht nur das Verschwinden von January zu erzählen, sondern auch die Flynns Probleme darzustellen. Flynns Nachdenken über sich selbst und seinen eigenen Lebensweg wird so in die spannende Suche nach January eingebunden, dass sich der Roman von einer Kriminalgeschichte abhebt. Die anderen Charaktere werden auch lebendig und vielfältig ausgestaltet, zum Beispiel Kaz, ein Freund von January und Flynn, der auch eine bewegende Rolle im Roman einnimmt.

Die Geschichte über January und Flynn ist sehr spannend und tiefgreifend erzählt, sodass der Leser in den Bann gezogen wird. Ebenso ist die sprachliche Verständlichkeit des übersetzten Textes einwandfrei, was die Folge hat, dass man das Buch schnell und mühelos lesen kann und sich, außer zu Beginn des Romans, nicht langweilt.

Empfohlene Zitierweise

Fina Behrens, Rezension von: Caleb Roehrig: Niemand wird sie finden, In: LESEPUNKTE 2018, https://lesepunkte.de/rezensionen/caleb-roehrig-niemand-wird-sie-finden/
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