Anne-Laure Bondoux: Das Glück ist nicht immer gerecht

Lesepunkte: 3 Punkte
Autor: Anne-Laure Bondoux
Titel: Das Glück ist nicht immer gerecht
Verlag: dtv, 2016 ISBN: 978-3-423-71690-1
Seiten: 235 Preis: 9,95 Euro
Altersempfehlung: ab 14 Jahren

Rezensiert von: Hanna Penner, 8. Klasse [Alexander-von-Humboldt-Schule Aßlar; Betreut von: Anke Paul]

Das Buch „Das Glück ist nicht immer gerecht“ wird in der Ich-Form aus der Sicht der 15-jährigen Mado erzählt, die mit ihrer älteren Schwester Patty zusammenwohnt. Ihre Eltern sind neun Monate zuvor bei einem Autounfall ums Leben gekommen. Seitdem gilt Patty als ihre Erziehungsberechtigte. Diese ist jedoch schwanger und der Vater des Kindes weiß nichts davon. Besonders verantwortungsbewusst ist sie nicht, das sieht auch ihre Schwester so: „Ich bleibe regungslos sitzen, als wäre ich mit dem Wohnzimmerteppich verschmolzen. Meine Schwester ist schwanger und das Einzige, woran sie denkt, ist das Bauchnabel-Piercing, auf das sie verzichten muss?! Hab ich’s nicht gesagt? Gehirnschwund!“

Trotzdem fahren die Schwestern wie jedes Jahr zu ihrer Ferienwohnung in der Ardêche. Dort lernen sie zwei holländische Brüder kennen, in die sie sich unsterblich verlieben. Es könnte ein traumhafter Sommer werden. Aber Pattys Schwangerschaft macht den beiden schwer zu schaffen. Was Mado nicht wusste: Der Geburtstermin liegt genau in dem Monat, wo sie in Ardêche sind. Noch dazu haben sie dort noch nicht einmal ein Telefon und die Holländer sind mittlerweile auch wieder abgereist. Wird Patty ihr Baby jetzt etwa ohne ärztliche Hilfe allein mit ihrer Schwester zur Welt bringen?

Meiner Meinung nach ist das Buch gut lesbar und verständlich geschrieben. Die Lebenssituation wird detailreich und persönlich beschrieben, da es aus der Perspektive von Mado erzählt wird. Außerdem schreibt sie immer wieder Briefe an ihre nicht mehr lebenden Eltern, was das Ganze umso lebhafter macht. Die Vorgeschichte wird erst im Laufe des Buches erzählt, man versteht vieles erst am Ende. Genau das macht das Buch so interessant, aber auch ein wenig schwieriger für das Verständnis. Die Spannung steigert sich immer wieder und es gibt viele Höhepunkte. Die allgemeine Anspannung hält bis zum sehr abrupten Ende an; es werden mehrfach ein paar Wochen übersprungen. Das finde ich persönlich schade, da ein paar kleine, aber trotzdem interessante Ereignisse einfach ausgelassen werden und man gar nicht so ganz mitbekommt, wie es dann zu diesem Ende kommt.

Das ganze Buch ist in der Gegenwart geschrieben und enthält 29 Kapitel mit einem zusätzlichen Epilog. Ab und zu stehen am Anfang eines Kapitels oder eines Briefs spezielle Zeitangaben wie zum Beispiel „17. August, 23.00 Uhr“. Diese verdeutlichen meistens kleine Zeitsprünge.

Alles in allem hat mir das Buch relativ gut gefallen, deshalb vergebe ich 3 von 5 Punkten.

Empfohlene Zitierweise

Hanna Penner, Rezension von: Anne-Laure Bondoux: Das Glück ist nicht immer gerecht, In: LESEPUNKTE, URL: https://lesepunkte.de/rezensionen/anne-laure-bondoux-das-glueck-ist-nicht-immer-gerecht/
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