Anna Pfeffer: New York zu verschenken

Lesepunkte: 4 Punkte
AutorIn: Anna Pfeffer
Titel: New York zu verschenken
Verlag: cbj, 2017 ISBN: 978-3-570-17397-8
Seiten: 330 Preis: 14,99 Euro
Altersempfehlung: ab 12 Jahren

Rezensiert von: Vanessa Dencker, 10. Klasse [Kopernikus-Gymnasium Niederkassel; Betreut von: Verena Thiesen]

Nachdem Antons Freundin ihn ohne Grund verlassen hat, sucht er im Internet nach einem Mädchen, das genauso heißt wie sie, Olivia Lindmann. Der selbstsichere Sunnyboy Anton wollte dieser eigentlich ein Ticket nach New York schenken und sucht nun nach einer passenden Begleitung. Tatsächlich meldet sich eine Liv, aber sie ist ganz anders, als die Mädchen, die er sonst immer trifft.

Das Buch New York zu verschenken von dem Autorenduo Anna Pfeffer ist ein Chatroman. Das heißt, dass das ganze Buch ist in einem Chat geschrieben ist. Da zwei  Jugendliche miteinander schreiben, ist die Sprache jugendlich und verständlich, also leicht zu lesen. Der leichte Schreibstil und die Zeilenabstände zwischen den Nachrichten haben dazu beigetragen, dass ich das Buch schnell durchgelesen hatte. Etwas störend fand ich allerdings, dass es keine Kapitel gab. Im ersten Drittel des Romans bekam ich das Gefühl, dass sich die Charaktere die ganze Zeit nur auf eine Sache versteifen und die Entwicklung des Buches nicht wirklich gefördert wird. Dies hat sich dann später aber geändert. Sehr gut gelungen fand ich, dass Anton und Liv totale Gegensätze sind. Anton lebt in Saus und Braus, ist sorglos und spontan. Liv ist im Gegensatz vorsichtig und überhaupt nicht spontan. Diese Gegensätze zeigen sich vor allem in den Sticheleien der beiden und bei dem Versuch der beiden, sich gegenseitig aufzuzeigen, was der andere im Leben versäumt, was für LeserInnen sehr amüsant ist. Amüsant fand ich auch, dass es während des Chatverlaufs immer wieder Zeiten gibt, in denen einer von beiden eine Zeitlang nicht antwortet und der andere dann sehr lustige und kuriose Selbstgespräche über Gott und die Welt schreibt. Das Ende fand ich auf der einen Seite positiv, da es eine plötzliche Wendung im Geschehen gab, mit der ich nie gerechnet hätte. Negativ fand ich, dass das Buch einfach so abrupt geendet hat. Es gibt viele offene Fragen, es endet mitten in der Story und man möchte einfach wissen, wie es weiter geht.

Mir hat der Chatroman „New York zu verschenken“ sehr gut gefallen. Es hat einen leichten Schreibstil und bietet zwei sehr interessante und gegensätzliche Charaktere. Durch die ironische und lustige Art der Charaktere war der Handlungsablauf nie langweilig. Mich hat das Ende sehr überrascht. Allerdings war ich etwas enttäuscht, dass es so plötzlich kam und viele Fragen offen geblieben sind. Daher gebe ich dem Buch 4 Lesepunkte

Empfohlene Zitierweise

Vanessa Dencker, Rezension von: Anna Pfeffer: New York zu verschenken, In: LESEPUNKTE 2018, https://lesepunkte.de/rezensionen/anna-pfeffer-new-york-zu-verschenken/
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