Susanne Wittpennig: Time Travel Girl 1989

Lesepunkte: 4 Punkte
AutorIn: Susanne Wittpennig
Titel: Time Travel Girl 1989
Verlag: fontis, 2017 ISBN: 978-3-0384-8108-9
Seiten: 516 Preis: 18,00 Euro
Altersempfehlung: ab 14 Jahren

Rezensiert von: Lara Knapp, 9. Klasse [Kaiserin-Theophanu-Schule Köln; betreut von: Miriam Heindorff]

Der Roman „Time Travel Girl 1989“ von Susanne Wittpennig handelt von der Technik-interessierten Lisa Leonor Lambridge, die seit ihrer Kindheit von Zeitreisen träumt und von jeher Informatik studieren will. Auch sonst ist die sechzehnjährige Lisa für das Jahr 1989 eher untypisch. Sie benutzt kein Make-up und ist kein Mitglied bei den Pfadfindern oder bei einem anderen Verein. Sie ist eine Einzelgängerin, die ihre Eltern im Alter von zwei Jahren verloren hat.

Dass sie ihre Eltern als so kleines Kind verloren hat, macht ihr nach all der Zeit nicht mehr viel aus, da sie sich auch nicht mehr an sie erinnern kann. Sie besitzt nur noch Andenken an sie: eine Kette mit einer Taschenuhr ihrer Mutter und ein Bild ihrer lächelnden Eltern.

Die einzigen Bezugspersonen während ihrer Kindheit sind ihr vier Jahre älterer Bruder Thomas und ihr Freund Morgan Kendall gewesen, den sie immer liebevoll Momo genannt hat und der einen Sprachfehler hat. Fast jeden Tag trifft sich die junge Lisa mit ihrem Freund Morgan, bis dieser, aufgrund seines reichen Vaters, umziehen muss und immer seltener zu Besuch kommt. Während ihrer Kindheit lebten Lisa und Thomas bei ihrem Onkel Bob und ihrer Tante Sally, bis Thomas mit seiner Freundin Fanny zusammenzieht. Lisa kann ebenfalls mit diesen gemeinsam in der Wohnung leben. Von da an glaubt Lisa Tante Sally und Onkel Bob erst einmal los zu sein. Lisa lernt Zac kennen und versucht so die leere Stelle zu füllen, die Morgan hinterlassen hatte. Auch lernt Lisa Britt kennen, ihre einzige und beste Freundin, der sie vertraut und mit der sie reden kann, denn mit Zac kann man dies nicht tun. Je älter sie werden, desto ähnlicher wird Zac seinem Vater, einem äußerst intelligenten Wissenschaftler, der den Nobelpreis für Physik erhalten hat. Zac zeigt sich immer mehr als zerstreutes Genie, das an einer Zeitmaschine tüftelt. Doch Lisa vergießt während des Erwachsenwerdens nie die Erinnerungen an die Tage, an denen sie mit Morgan gespielt hat. Sie vergisst nicht, wie sie gespielt haben, wie sie einander vertraut haben, wie niemanden sonst, und sich oft unterstützt haben. Tage, an denen alles noch einfach war. Denn das ist es mit 16 Jahren ganz und gar nicht mehr. Lisa weiß nicht nur, dass sie Morgan liebt, sondern auch, dass Morgan sie ignoriert, als habe er ihre Freundschaft vergessen. Doch nicht nur das macht ihr zu schaffen: Ihre Tante Sally und Ihr Onkel Bob scheinen sich immer noch in Lisas Leben einmischen zu wollen und schmieden Pläne für Lisas Leben ohne nach ihrer Meinung zu fragen. Nach einer wilden Party mit Folgen und Zacs Bau einer Zeitmaschine, die er testen will, gerät ihr Leben immer mehr durcheinander. Als wäre das noch nicht genug, lernt Lisa auch noch eine geheimnisvolle Geschichtslehrerin kennen, hinter der mehr zu stecken scheint. Und nicht nur einmal ist Lisa sich unsicher, was sie machen soll, denn nicht nur die Zeit, sondern auch sie verändert sich…

Der Roman konfrontiert erfolgreich die Zeit der Jugendlichen aus den 1980er, eine Zeit ohne Handys, mit dem Leben der heutigen Zeit, in der Handys unseren Alltag kontrollieren. Man erkennt große Unterschiede zur heutigen Zeit, wie z.B., dass man keine Kassetten oder CDs mehr braucht, um Musik abzuspielen. Man kann sie mit nur einem „Klick“ abrufen, wogegen man früher in einen Laden gehen musste, um die Musik zu kaufen.

Das Buch spielt im Jahr 1989, weshalb der Titel „Time Travel Girl 1989“ sehr gut passt und auch Vermutungen über den Inhalt entstehen lässt. Das Buch hat mich sehr an „Zurück in die Zukunft“ erinnert. Der Film wird auch im Buch häufig genannt. Als ich anfing das Buch zu lesen, hatte ich das Gefühl, ich wüsste, was passieren wird. Als sich das bestätigte, war ich zunächst ein wenig enttäuscht.

Als es am Ende jedoch spannend wurde und sich das Geschehen noch einmal komplett änderte, war ich positiv überrascht und wurde von dem Buch gefesselt. Der Klappentext des Buches verrät meiner Meinung nach zu viel über das Buch und nimmt die Spannung der ersten 70 Seiten. Letztendlich hat der Roman mir aber sehr gut gefallen. Der Schreibstil hat mir auch sehr gut gefallen und bei mir bewirkt, alle Gefühle sehr gut nachvollziehen zu können. Das Buch endet offen und weckt Spannung auf den zweiten Band… .

Ich gebe dem Roman 4 von 5 möglichen Lesepunkten.

Empfohlene Zitierweise

Lara Knapp, Rezension von: Susanne Wittpennig: Time Travel Girl 1989. In: LESEPUNKTE 2019, https://lesepunkte.de/rezensionen/susanne-wittpennig-time-travel-girl-1989
Bitte setzt hinter die URL-Angabe in runden Klammern das Datum Eures letzten Besuchs dieser Online-Adresse.

Noch keine Kommentare bis jetzt

Einen Kommentar schreiben