Philipp Hoose: Sabotage nach Schulschluss. Wie wir Hitlers Pläne durchkreuzten

Lesepunkte: 5 Punkte
AutorIn: Philipp Hoose
Titel: Sabotage nach Schulschluss. Wie wir Hitlers Pläne durchkreuzten
Verlag: dtv Junior, 2018 ISBN: 978-3-423-71777-9
Seiten: 240 Preis: 9,95 Euro
Altersempfehlung: ab 12 Jahren

Rezensiert von: Maximilian Waldorf [Kopernikus-Gymnasium Niederkassel; betreut von: Verena Thiesen]

In dem Buch „Sabotage nach Schulschluss“ von Phillip Hoose geht es um eine Gruppe Jugendlicher, die sich der Besatzung Dänemarks durch deutsche Truppen widersetzt.

Die Hauptperson Knud Pedersen ist 14 Jahre alt, als Dänemark kampflos gegenüber Deutschland kapituliert. Knud und sein Bruder Jens, die zum damaligen Zeitpunkt in der Stadt Odense lebten, fühlten Zorn gegenüber den Besatzern einerseits und der Feigheit Dänemarks andererseits. Gleichzeitig bewunderten sie die Norweger, die tapfer Widerstand leisteten. Aus diesem Gefühl heraus gründeten die Brüder den RAF-Club, in Anlehnung an die Royal-Air-Force (Luftstreitkräfte des Vereinigten Königreichs Großbritannien und Nordirland), deren Unterstützung sie herbeisehnten.

Der RAF-Club verübte zunächst kleinere Sabotage-Akte, wie das Verdrehen von Wegweisern.

Aufgrund einer dienstlichen Versetzung von Knuds Vater, der Priester war, verzog die gesamte Familie nach Aalborg. Die Brüder besuchten dort die Kathedral-Schule. Schnell fanden sie Gleichgesinnte und gründeten gemeinsam den Churchill-Club. In geheimen Club-Treffen, die im elterlichen Haus der Brüder, einem Kloster, stattfanden, wurden Sabotage-Akte geplant. Aus anfänglichen Aktionen, die denen des RAF-Clubs glichen, entwickelten sich Waffendiebstähle bis hin zu Brandanschlägen. Je gefährlicher die Aktionen des Clubs wurden, desto näher rückten sie in den Fokus der Polizei und der Gestapo. Ein Fehler von Knud  führte letztendlich zur Inhaftierung des gesamten Churchill-Clubs.  Mit Bekanntwerden der Sabotageakte regte sich in Dänemark eine große Welle des Widerstandes.

Das Buch beginnt mit einer Einführung darüber, wie es zu Stande gekommen ist. Es gliedert sich in 18 Kapitel und endet mit einem Epilog, der das Leben der Mitglieder des Churchill-Clubs nach Kriegsende schildert sowie einer Nachbemerkung und Danksagung.

Knud Pedersen ist ein Zeitzeuge, dessen persönliche Berichte mit der Erzählperspektive des Autors abwechseln. Durch die Authentizität der Berichterstattung fesselt das Buch seinen Leser. Eingeschobene Sachtexte sowie Original-Fotografien unterstreichen die Erzählungen und sorgen für das notwendige Hintergrundwissen.

Das Buch lässt sich durchweg gut lesen. Insbesondere die Tatsache, dass es auf Berichten eines Zeitzeugens beruht, der zum damaligen Zeitpunkt mein Alter hatte, hat es für mich sehr interessant gemacht. Ich war beeindruckt von dem Mut und der Zielstrebigkeit der Jungen und bewegt von ihrem Schicksal. Ein Buch, das man unbedingt weiterempfehlen sollte, um die Geschichte aufrecht zu erhalten und zu ermuntern, für seine eigenen Ideale und Werte einzustehen.

Ich vergebe daher 5 Lesepunkte!

Empfohlene Zitierweise

Maximlian Waldorf, Rezension von: Philipp Hoose: Sabotage nach Schulschluss. Wie wir Hitlers Pläne durchkreuzten. In: LESEPUNKTE 2018, https://lesepunkte.de/rezensionen/philipp-hoose-sabotage-nach-schulschluss
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