Matthew Quick: Schildkrötenwege oder wie ich beschloss, alles anders zu machen

Lesepunkte: 4 Punkte
AutorIn: Matthew Quick
Titel: Schildkrötenwege oder wie ich beschloss, alles anders zu machen
Verlag: dtv, 2018 ISBN: 978-3-423-76204-5
Seiten: 304 Preis: 16,95 €
Altersempfehlung: ab 14 Jahren

Rezensiert von: Hannah Abels, Einführungsphase (EF) [Gymnasium Köln-Pesch; betreut von: Kirsten Carp und Annette Schmidt]

In dem Roman „Schildkrötenwege oder wie ich beschloss, alles anders zu machen“ von Matthew Quick geht es um ein Mädchen namens Nanette. Sie liest zu Beginn ein Buch, das ein offenes Ende hat. Als sie den Autor trifft, verändert sich für sie ihre Welt. Nanette lernt, sie selbst zu sein, und versucht nun das zu tun, was sie will, und nicht das, was ihre Eltern oder die Gesellschaft von ihr verlangen. Sie trifft auf Alex, der genauso wie sie gegen alle Anpassungen rebellieren will. Doch Alex versucht es auf eine radikale Weise, welche beide Charaktere in Schwierigkeiten bringt. Zu Anfang der Geschichte ist Nanette damit so, wie ihre Eltern und wie ihr soziales Umfeld sie sehen wollten, doch sie ändert sich und findet immer mehr zu sich selbst.

Der Autor Matthew Quick formuliert auf eine lebhafte Weise. Der Roman ist sehr interessant geschrieben und die Handlung baut aufeinander auf, so dass man gut in die Geschichte einsteigen und ihr weiterhin folgen kann. Während der Lektüre des Romans lernt man die Charaktere besser kennen und kann ihre Gefühle und Handlungen gut nachvollziehen. Der Roman zeigt einem, dass jeder versuchen sollte, eine eigene Persönlichkeit zu sein und nicht nur das zu tun, was Freunde, Familie oder auch die Gesellschaft von einem verlangen. Auch wenn darauf verwiesen wird, dass manche Taten Konsequenzen haben oder dass dadurch andere enttäuscht werden können, sollte man immer versuchen, einen eigenen Lebensweg zu finden, für den man dann auch eine eigene Verantwortung hat. Dies wird in „Schildkrötenwege oder wie ich beschloss, alles anders zu machen“ verdeutlicht, zum Beispiel auch durch die Eltern und wie sie mit Nanette umgehen, nachdem sie ihnen gesagt hat, wie sie ihr Leben führen möchte. Obwohl man alles schlüssig nachvollziehen kann, gibt es immer wieder überraschende Wendungen und das Buch bleibt bis zum Schluss spannend.

Auch wenn ich mir das Buch selbst nicht gekauft hätte, ist es doch überraschend gut. Im Roman stehen Sprüche, bei denen man anfängt, sich selbst und alles andere zu hinterfragen. Was man liebt, was man tut, was man hasst und wieso man es vielleicht trotzdem tut. Trotzdem fand ich das Buch nicht ganz perfekt geschrieben, aber es ist eine Geschichte, bei der man lernt, man selbst zu sein, sodass ich denke, dass die Lektüre von „Schildkrötenwege oder wie ich beschloss, alles anders zu machen“ vielen helfen kann, gerade weil man den Inhalt sehr gut verstehen und nachvollziehen kann. Vielleicht werden die Leser des Romans dazu bewegt, eher das zu tun, was sie möchten und lieben.

Der Roman stellte für mich eine Abwechslung im Verhältnis zu den Büchern, die ich sonst lese, dar, war damit eine neue Inspiration und nicht unbedingt schlechter, gerade weil es den Leser dazu bringt, sein eigenes Handeln und damit sein eigenes Leben zu überdenken. Ich gebe den "Schildkrötenwegen" 4 Lesepunkte.

Empfohlene Zitierweise

Hannah Abels, Rezension von: Matthew Quick: Schildkrötenwege oder wie ich beschloss, alles anders zu machen. In: LESEPUNKTE 2018, https://lesepunkte.de/rezensionen/matthew-quick-schildkroetenwege-oder-wie-ich-beschloss-alles-anders-zu-machen
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