Gudrun Pausewang: Der einhändige Briefträger

Lesepunkte: 5 Punkte
Autor: Gudrun Pausewang
Titel: Der einhändige Briefträger
Verlag: Ravensburger, 2015 ISBN: 978-3-473-58498-7
Seiten: 192 Preis: 6,99 Euro
Altersempfehlung: ab 14 Jahren

Rezensiert von: Tuana Petek Tekin, Klasse 7 [Alexander-von-Humboldt-Schule Asslar; Betreut von: Anke Paul]

Das Buch "Der einhändige Briefträger", welches ich bespreche, wurde von Gudrun Pausewang geschrieben und erscheint im Ravensburger Buchverlag.

Der 17- bzw. 18 jährige Johann trägt Tag für Tag Briefe aus. Er wollte als Held im Krieg kämpfen, allerdings hat ihm ein Granatsplitter direkt an seinem ersten Tag die linke Hand weggesprengt. Ohne seine linke Hand wurde er zurück in sein Dorf geschickt, wo er seine Briefträgerlehre beendete. In seinem Beruf erlebt Johann viele Reaktionen der Dorfbewohner, wenn diese z.B. erfahren müssen, dass ein Familienmitglied im Krieg gefallen ist.

Als Leser kann man sich gut in sein Leben hineinversetzen und erlebt es praktisch mit ihm. Man lernt die verschiedenen Dorfbewohner kennen und erfährt immer mehr über ihr Leben, ihre Probleme, ihre Hoffnungen und ihre Wünsche. Mir gefällt der Verlauf des Buches gut, da man nach und nach immer mehr in einen Bann gezogen wird. Die Emotionen der Menschen sind sehr gut dargestellt und man fühlt sich, als würde man alles direkt miterleben.

Es gibt zwar viele auf den ersten Blick unverständliche Begriffe, diese sind aber übersichtlich in einer Liste am Ende des Buches aufgeführt und gut erklärt. In dem Buch haben verschiedene Rollen einen besonderen Wert, der für die Geschichte wichtig ist, wie z.B. der Grundschüler Helmut, welcher als hochbegabt gilt und sämtliche Ereignisse, egal ob gut oder schlecht, voraussagt.

Im Laufe der Geschichte stellen sich einige Fragen, welche aber später beantwortet werden.

Johanns Person an sich gefällt mir sehr gut. Er hat zwar bis auf seinen Stumpf kein besonderes Aussehen, allerdings ist sein Charakter sehr schön, denn er ist stets hilfsbereit und sieht die meisten Dinge mit positiver Haltung. Die Menschen der Dörfer schätzen ihn und vertrauen ihm. In dem Buch erfährt man auch viel über Johanns Leben, über seine Mutter und über ihren Tod. Johann bemerkte erst nach ihrem Tod, wie wichtig sie für ihn war und verstand einige ihrer Worte erst viel später.

Später lernt Johann Irmela kennen. Irmela soll Johanns große Liebe sein und tatsächlich, die Beiden lieben sich sehr und Irmela gibt Johann viel Selbstbewusstsein, allerdings macht es Johann umso trauriger, als Irmela losfährt, um ihre Eltern zu besuchen.

Das Ende des Buches nimmt einen emotional ziemlich mit, da es sehr abrupt endet und man mit so einem Ende nicht gerechnet hätte.

Insgesamt finde ich das Buch toll. Es hat mir Spaß gemacht es zu lesen, die Geschichte war gut aufgebaut und man hat sich gut hineinversetzen können. Daher gebe ich dem Buch volle fünf Punkte und empfehle es allen, die sich für emotionale, gefühlvolle Bücher interessieren.

Empfohlene Zitierweise

Tuana Petek Tekin, Rezension von: Gudrun Pausewang: Der einhändige Briefträger, In: LESEPUNKTE 2017, https://lesepunkte.de/rezension/romane/
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