Elisabeth Steinkellner: Dieser wilde Ozean, den wir Leben nennen

Lesepunkte: 5 Punkte
AutorIn: Elisabeth Steinkellner
Titel: Dieser wilde Ozean, den wir Leben nennen
Verlag: Beltz, 2018 ISBN: 978-3-407-75436-3
Seiten: 236 Preis: 13,95 Euro
Altersempfehlung: ab 14 Jahren

Rezensiert von: Saskia Ribbe, 8. Klasse [Prismaschule Städt. Gesamtschule Langenfeld; betreut von: Maria Scholten]

Zwei leere Leben, zwei berührende Schicksale.

Das Buch „Dieser wilde Ozean, den wir Leben nennen“ von Elisabeth Steinkellner handelt von zwei unterschiedlichen Jugendlichen, zwei unterschiedlichen Persönlichkeiten, die sich durch Zufall begegnen:

Simon jagt einer Zugbekanntschaft hinterher, die ihm immer wieder den Atem raubt. Das ist leider schon sechs Monate her und er weiß nur, dass er Paulus heißt und in welcher Stadt er suchen muss. Paulus hatte ihm damals angeboten, ihn doch mal besuchen zu kommen und genau das hat er jetzt vor. Doch er sucht schon einige Zeit nach ihm, kann ihn aber nicht finden. Seine Verzweiflung wächst stetig an. Als er dann Antonia kennenlernt, ein Mädchen, das in derselben Stadt wohnt wie Paulus und Simon mit ihrem großen Bruder verwechselt, bekommt er neue Hoffnung. Sie zeigt ihm, wie man richtig sucht, indem man einfach mal Leute anspricht und fragt. Mit ihrer offenen Art plaudert sie einfach drauf los und zeigt ihm auch noch andere Dinge in ihrer Stadt.

Antonia treibt ziellos durch ihr Leben. Seit dem Verschwinden ihres großen Bruders hat sie ihre Fröhlichkeit verloren. Als dann Simon in ihrer Stadt auftaucht, ein Junge der ihrem Bruder verdammt ähnlich sieht, kommt alles wieder hoch. Alle Gefühle und Gedanken die sie quälen, alle Erinnerungen schmerzen erneut. In dieser Zeit ist ihr einziger Lichtblick ihr Freund Enno. Doch als sie sich wegen ihres schlechten Gewissens auch mit ihm zerstreitet, scheint all ihre Freude aus ihrem Leben gewichen. Dazu kommen Probleme mit ihren Freunden und sich häufende Gefühlsausbrüche. Ihr bleibt nur noch der freundliche, aber dennoch fremde Simon, den sie nach einem Schwindelanfall im Park besser kennenlernt und schnell merkt, dass er ihrem Bruder gar nicht so ähnlich ist, wie sie zunächst dachte.

Das Buch ist aus beiden Sichtweisen geschrieben und hat kurze Kapitel. Das Buch hat mich persönlich echt berührt. Die Geschichte dieser zwei jungen Menschen, die sich gegenseitig Hoffnung spenden und in ihren aussichtslosen Situationen helfen, ist großartig und toll ausgedacht. Vor allem das Schicksal von Antonia war mitreißend, doch leider wurde ihre Geschichte ein wenig in den Schatten gestellt, da sie Simon bei seinem Problem hilft. Außerdem ist der Schreibstil sehr monologartig – das ist sicher nicht für jeden was. In vielen der kurzen Kapitel wird kaum ein Wort gesprochen und die Monologe selbst sind selten von fröhlicher Natur. Das Buch hatte teilweise eine deprimierende Wirkung auf mich, was echt schade war, da die Story wirklich interessant war. Ich vergebe daher 5 LESEPUNKTE.

Empfohlene Zitierweise

Saskia Ribbe, Rezension von: Elisabeth Steinkellner: Dieser wilde Ozean, den wir Leben nennen. In: LESEPUNKTE 2019, https://lesepunkte.de/rezensionen/elisabeth-steinkellner-dieser-wilde-ozean-den-wir-leben-nennen
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