LESEPUNKTE exklusiv beim ersten Kölner Book Slam® am Gymnasium Kreuzgasse in Köln

LESEPUNKTE exklusiv beim ersten Kölner Book Slam® am Gymnasium Kreuzgasse in Köln

Ein wenig Trubel, Aufregung und Vorfreude war gestern (03.07.2017) in der Aula des Gymnasiums Kreuzgasse zu spüren, denn 41 SchülerInnen des achten Jahrgangs des Gymnasiums Kreuzgasse Köln bekamen die Chance, Bücher mal in einer etwas anderen Art und Weise zu präsentieren. Das Stichwort hieß Book Slam®. Beim Book Slam® geht es nicht um einen Wettstreit der AutorInnen, sondern darum, die Bücher und ihren Inhalt zum Mittelpunkt des Geschehens zu machen, um Meinungsbildung und um kooperatives Arbeiten. Alles außer Vorlesen ist erlaubt, um den Inhalt des Werkes möglichst kreativ und anregend zu präsentieren. Begleitet und unterstützt wurden die SchülerInnen dabei von der Kölner Literaturpädagogin Stefanie Boor, die als eine von rund 180 LiteraturpädagogInnen in Deutschland den Book Slam® im Auftrag der Schule anleiten und veranstalten darf. Seit Ende März hat sie sich insgesamt dreimal mit den SchülerInnen des achten Jahrgangs klassenweise im Deutschunterricht getroffen. Zunächst wurde nur erklärt, was ein Slam ist, Beispiele vorgeführt, zehn bis zwölf Bücher zur Auswahl gestellt und die Teams gebildet. Bis zum nächsten Treffen hatten die SchülerInnen das Werk gelesen und erste Ideen zur Slamumsetzung gesammelt, die dann im Laufe der Zeit konkretisiert wurden. Die Proben zu den Slams liefen bis zum 3. Termin in Eigenverantwortung im Deutschunterricht weiter. Eine Woche vor dem großen Slam fand die Generalprobe in der Aula statt, bei der die einzelnen Klassen, wie bei einem richtigen Slam, die Slams ihrer MitschülerInnen bewertet und festgelegt haben, welche zwei Titel pro Klasse im finalen Slam präsentiert werden. Insgesamt elf Werke wurden dem kritischen Publikum gestern präsentiert, das aus der Jahrgangsstufe Sieben bestand und zugleich die knallharte Jury darstellte. Nur drei Minuten Zeit hatten die einzelnen SlamerInnen, die entweder allein oder in Gruppen auftraten, ihren Slam zu präsentieren. War die Zeit überschritten, so wurde der Slam von einer Zeit-Jury aus dem Publikum abgepfiffen. Wie viel Arbeit und Kreativität in den einzelnen Slams steckt, zeigten die wirklich abwechslungsreichen Präsentationen. Schattenspiele, Monologe oder Szenisches Spiel sind nur drei der wirklich einfallsreichen Ideen der SlamerInnen.Die meisten Punkte und den lautesten Beifall bekam der Slam zu dem autobiographischen Comic Drei Steine von Nils Oskamp, der von den vier Schülern Schahin, Philipp, Simon und Lion aus der 8b vorgestellt wurde. Sie haben ihren Slam in Form eines Szenischen Spiels dargestellt.

Wenn man sowohl Frau Boor als auch die verantwortliche Lehrkraft, Frau Kügler fragt, was ihr Wunsch bezüglich des Projekts wäre, dann sind sich beide einig: Das Projekt soll zu einem festen Bestandteil an der Schule werden! Der siebte Jahrgang steht bereits in den Startlöchern, wir sind also gespannt, welche genialen Slamideen sie uns nächstes Jahr präsentieren.

Falls wir eurer Interesse geweckt haben und ihr mehr über Stefanie Boor und ihre Arbeit erfahren möchtet, dann schaut doch mal auf ihrer Seite http://www.textpiraten.de/ vorbei.

Empfohlene Zitierweise

Julia Wagener: LESEPUNKTE exklusiv beim ersten Kölner Book Slam® am Gymnasium Kreuzgasse in Köln. In: lesepunkte 2017, URL: https://lesepunkte.de/projekt/lesepunkte-exklusiv-beim-ersten-koelner-book-slam-am-gymnasium-kreuzgasse-in-koeln/
Bitte setzt beim Zitieren dieses Beitrags hinter der URL-Angabe in runden Klammern das Datum Eures letzten Besuchs dieser Online-Adresse.

1 Antwort

  1. Hallo Schahin, Philipp, Simon und Lion,
    es hat mich sehr gefreut davon zu lesen, gerne währe ich dabei gewesen. Das können wir ja nachholen indem ich an eurer Schule mal eine Lesung mache.
    Grüße
    Nils Oskamp

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