Katja Brandis: Der Fuchs von Aramir

Lesepunkte: 3 Punkte
AutorIn: Katja Brandis
Titel: Der Fuchs von Aramir
Verlag: Arena ISBN: 978-3-401-60586-9
Seiten: 456 Preis: 20€
Altersempfehlung: ab 12 Jahren

Rezensiert von: Lilli Mathes, 11. Klasse [Gymnasium Markt Indersdorf, betreut von Silke Christa]

 

Der junge Devan KeNorall kämpft in der Hafenstadt Aramir um seine Existenz. Denn dort regieren mächtige Clans, die mit Anderswesen verbündet sind – wie Einhörnern, Greifen oder Meeresdrachen. Doch nur die mächtigen Clans haben Verbündete und Devan gehört zu keinem dieser Familien. So löst er als „Fuchs“ die Probleme jener Oberschicht. Doch nachdem eine Mission schiefgeht, ist er gezwungen, einen gefährlichen und wahrscheinlich unmöglichen Auftrag anzunehmen: Er muss eine berüchtigte Elis Cantája, eine Singelfe, finden und sie zur Heirat mit dem Fürsten von Aramir überreden. Und so macht er sich mit seiner besten Freundin (oder ist sie mehr als das?) Rouka ViCareto auf den Weg zu den Elfenreichen. Doch bevor sich die beiden über ihre Gefühle klar werden können, droht eine gefährliche Intrige nicht nur ihre Zukunft zu zerstören, sondern auch die Zukunft und Sicherheit ganz Aramirs. Werden die beiden es schaffen, die Hafenstadt und ihre Fabelwesen zu beschützen?

Detailreiche Geschichte

Insgesamt finde ich das Buch „Der Fuchs von Aramir“ von Katja Brandis ganz gut gelungen. Die Story ist gut ausgedacht und ist sogar noch breiter ausgelegt, als ich ursprünglich erwartet hatte – es geht eben nicht nur um das Finden der Singelfe, sondern auch um die daraufhin folgenden Konsequenzen und den siebenjährig stattfindenden Wettbewerb, der die Regierung Aramirs entscheidet. So ist es auch nicht verwunderlich, dass der Aufbruch zu den Elfenreichen bereits nach ca. einem Viertel des Buches losgeht und die Rückreise nach der Hälfte des Buches geschieht. Dies gibt natürlich die Möglichkeit, weitere Handlungsstränge zu entfalten, allerdings wirken einige Szenen so relativ „kurz“ und schwierige oder herausfordernde Probleme werden schnell und einfach gelöst. Das Ende des Buches jedoch finde ich gut ausgearbeitet und zufriedenstellend. Katja Brandis greift hier nochmal ein paar lose „Fäden“ auf und verwebt sie zu einem schönen Gesamtbild.

Wechselnde Perspektiven

Die Figuren sind etwas oberflächlich, aber insgesamt ansprechend. Devan und Rouka, die Hauptcharaktere, erzählen die Geschichte abwechselnd aus ihren Sichtweisen. Devan wird dabei den Assoziationen eines Fuchses gerecht: Er ist trickreich sowie schlau und gibt nicht auf, eine Lösung für das jeweilige Problem zu finden. Die rebellische und wilde Rouka aus dem Clan der ViCareto – die mit den Phönixen verbündet sind – steht ihm dabei zur Seite. Auch die Nebencharaktere sind ansprechend und haben immer wiederkehrende Auftritte im Buch.

Überraschungen

Ein paar Eastereggs gibt es in „Der Fuchs von Aramir“ auch: Die Autorin wirft immer wieder kleine Referenzen und Erwähnungen zu ihrer anderen Buchreihe „Khyona“ hinein. So ist Isslar auch in der Welt von „Der Fuchs von Aramir“ vorhanden, wobei im Buch der Fokus natürlich auf der Hafenstadt Aramir und die umliegenden Elfenreiche liegt. Auch wenn es anfangs etwas schwierig war, alle Clans und deren Fabelwesen-Verbündete auseinanderzuhalten, finde ich die Idee definitiv super. Insgesamt ist das Buch aber eher für Jüngere (ab 12 Jahren) geeignet, da unter anderem auch das Thema Liebe nur bei Küssen bleibt.

Alles in Allem ist „Der Fuchs von Aramir“ von Katja Brandis empfehlenswert zu lesen. Deshalb gebe ich ihm 3 von 5 LESEPUNKTEN.

Empfohlene Zitierweise

Rezension von: Lilli Mathes: Katja Brandis "Der Fuchs von Aramir". In Lesepunkte 2025, https://www.lesepunkte.de/rezensionen/katja-brandis-der-fuchs-von-aramir/
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