Judith Gridl: Das Leben meines besten Freundes

Lesepunkte: 4 Punkte
Autor: Judith Gridl
Titel: Das Leben meines besten Freundes
Verlag: Knesebeck, 2017 ISBN: 978-3-95728-063-3
Seiten: 242 Preis: 14,95 Euro
Altersempfehlung: ab 12 Jahren

Rezensiert von: Marian Ossenkop, 9.Klasse [Bischöfliches Gymnasium Josephinum, Hildesheim; Betreut von: Dr. Sabine Schreiner]

In dem Buch geht es darum, wie ähnlich sich zwei Menschen sehen können, obwohl sie aus ganz unterschiedlichen Welten stammen.

Die Geschichte spielt in Berlin. Jacob Cloppenburg und Samir Washied sind beste Freunde. Sie sehen sich zum Verwechseln ähnlich, stammen aber aus zwei unterschiedlichen Welten. Jacob ist ruhig, zierlich und auf keinen Fall ein Draufgänger. Er stammt aus einem reichen Elternhaus. Samir ist komplett anders, denn er vertritt seine Meinung lautstark und hat auch kein Problem, seine Fäuste zu benutzen. Seine Eltern Mohammed und Marjam Washied besitzen eine kleine Schneiderei, die ihnen den Unterhalt sichert. Die Familie flüchtete aus Syrien.

Samirs Vater verschwindet auf einmal und von ihm fehlt drei Monate lang jede Spur. Ist er tot? Samir möchte wissen, was mit seinem Vater passiert ist und fürchtet, dass ihm etwas Schlimmes zu gestoßen ist. Da die Polizei nichts herausgefunden hat, macht Samir sich auf den Weg, seinen Vater zu suchen. Schnell gerät er in große Gefahr. Als schließlich seine kleine Schwester Nasra entführt wird, will Samir untertauchen, damit seiner Familie nicht noch mehr passiert

Jacob ist nicht gut in der Schule. Daher beschließt sein Vater, ihn auf das Elite-Internat nach Schloss Barenburg zu schicken. Das kommt für Jacob gar nicht in Frage, zumal er dann seine Freundin Fine verlassen müsste.

Da Samir untertauchen möchte und sich die beiden zum Verwechseln ähnlich sehen, geht Samir heimlich, statt Jacob, auf das Internat und Jacob hilft stattdessen Samirs Mutter zuhause mit den kleinen Geschwistern Hamed und Nasra. Auf dem Internat versucht Samir mehr über das Verschwinden seines Vaters herauszufinden. Mit dem Besuch auf dem Internat sind die Probleme nicht gleich beseitigt, denn was ist, wenn die Eltern von Jacob oder seine nette Cousine Marie ihn besuchen kommen?

Der Roman ist sehr spannend und gut zu lesen. In dem Buch geht es um Liebe, Hass, Vorurteile und die sozialen Unterschiede in der Gesellschaft. Um den Roman lebendiger zu gestalten, wurden Dialoge aus SMS Nachrichten in dem Buch abgebildet. Des Weiteren wurde reales Geschehen mit in den Roman hineingeschrieben, das die Wirklichkeit mit der Fantasie vereint.

Das Cover ist sehr gut gelungen. Es zeigt Samir und Jacob, im Hintergrund erkennt man den Berliner Fernsehturm, da die Geschichte wie bereits erwähnt, in Berlin spielen. Schade finde ich, dass am Ende mit großem Tempo zu viel passiert, sodass es schwierig ist, noch den Inhalt zu verstehen. Das Buch ist sehr zu empfehlen, weil es das aktuelle Zeitgeschehen zum Thema Flucht vor Krieg und Probleme von Flüchtlingen beschreibt und sowohl für Jungen als auch für Mädchen interessant ist.

Empfohlene Zitierweise

Marian Ossenkop, Rezension von: Judith Gridl: Das Leben meines besten Freundes, In: LESEPUNKTE 2018, https://lesepunkte.de/rezensionen/judith-gridl-das-leben-meines-besten-freundes/
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